Das Dorf

Ursprünge

Vor 1,7 Millionen Jahren schoben sich in verschiedenen Perioden der Eiszeit und der globalen Erwärmung riesige, z.T. noch gefrorene Erdschichten auf unser Felsplateau. So entstand das Siedlungsgebiet unserer prähistorischen Vorfahren.

Schmuck, Handwerksgeräte, Waffen und Keramikwaren fand man auf dem selben Plateau, wo später die Kelten ihre Befestigungen bauten, bevor sie auf den gegenüber liegenden Ufern des Ardèche-Flusses einen Tempel errichteten für Belen, den Gott des Lichtes und der Sonne.

Im 2. Jh. v.Chr. eroberten die Römer „Helvetia“, die heutige Region „Ardèche“. Sie bauten eine fest gepflasterte römische Strasse zwischen Uzès, das vermutlich die helvetische Kapitale Alba Augusta war (heute Alba-la-Romaine), und dem Rhonetal. Diese Strasse berührte auch Balazuc, das keltische Belen Dun.

Ein Zeuge der Geschichte

Nach dem Einfall der Vandalen und Westgoten siedelten um das Jahr 734 in Balazuc die Sarazenen, die Karl Martell bei Poitiers geschlagen hatte.

Im 12. Jh wurde die romanische Kirche genau dort errichtet, wo zuvor der dem Gott Belen geweihte Tempel gestanden hatte. Balazuc, dessen Name ursprünglich eine heidnische Gottheit verehrte, wurde nun zur katholischen Bastion auf herätischem Boden, zur Festung des Königreichs Frankreich, umringt von Domänen, die der Jurisdiktion des Heiligen Römischen Reiches Deutsche Nation unterstanden.

Entdecken Sie eines der schönsten Dörfer Frankreich's

Das Dorf mit südlichen Flair, Balazuc, unter den « schönsten Dörfern Frankreich’s » bekannt, wurde aus geschnittenen Steinen der Sonne gebaut. Ein Labyrinth aus verwinkelten Gassen, Treppen, Rampen und gepflasterten schattigen Arkaden.

Der Rest der Stadtmauer des Schlosses, stammt aus dem 11. Jahrhundert. Der viereckige Turm wurde im 13. Jahrhundert errichtet. Die Kirche und die Häuser mit Sprossenfenstern, behielten ihren mitterlaltertlichen Charme handwerklicher Kunst.