Das Schloss

Eine fast 1000jährige Geschichte

Im 11. Jh. erbauten die Herren von Balazuc als mächtige Herrscher über den Bas Vivarais den Turm an der Stadtmauer, die bereits im 13. Jh. erweitert wurde. Zu den berühmten Persönlichkeiten des Ortes gehört Pons de Balazuc. Er nahm am ersten Kreuzzug teil und wurde in der Schlacht von Archas (heute Tell Arqa, im Nord Libanon) getötet, unmittelbar vor der Einnahme Jerusalems im Jahre 1099.

Im Laufe der Jahrhunderte

Die Landgrafen von Balazuc blieben allzeit loyal gegenüber dem König von Frankreich. Folglich blieb die Gemeinde auch während der Religionskriege katholisch, obwohl die weitere Umgebung längst zum Protestantismus konvertiert war. Während der Französischen Revolution ergriff der Marquis de Vogüé, dessen Geschlecht das Château geerbt hatte, die Flucht. 1793 wurde das Château in einer Auktion mit brennender Kerze versteigert, Interessenten konnten solange bieten bis die Kerze erlosch. Der unglaubliche Preis der Versteigerung betrug 625 livres (ca. 3.125 €). Das war kaum mehr als der Wert des Backofens des Dorfes und nur vier Mal mehr als der Preis für die Mühle. Der Käufer hieß Louis Mollier, und das Schloss diente fortan als Bauerngut.

Die Wiedergeburt

Im 19. Jh. begann im Château de Balazuc (wie in vielen anderen Anwesen der Ardèche) das goldene Zeitalter der Seidenraupenzucht. 2002 verkauften die Nachkommen von Louis Mollier das Gebäude als Ruine an ein Ingenieur-Ehepaar aus Lyon: Daniel und Virginie Boulenger. Sie renovierten und restaurierten die gesamte Schlossanlage. So entstand das schöne Gästehaus wie wir es heute vorfinden. 2011 kauften Luc und Florence Lemaire das Anwesen. Innerhalb von 1000 Jahren hat das Château de Balazuc somit nur dreimal seinen Besitzer gewechselt.

Die Anerkennung

Des Maisons et des Hôtes (France 5 - Januar 2013)

Reportage Carole Pujol

Météo à la carte (France 3 - April 2015)

Reportage Pierre-Hugues Frémy

Le Journal de 13 heures (TF1 - August 2012)

Reportage Gaëlle Charnay

Télématin (France 2 - August 2012)

Reportage Marie-Dominique Perrin